„Fall Adrian”: Gespräch über Hilfeplan

Die Familie Wittrock und der Kreis einigten sich auf einen Vergleich.
Anwalt Kroll spricht von »Meilenstein".

WILDESHAUSEN/ST1 - Im Streit um eine angemessene Einglie­derungshilfe für ihren Sohn Adrian, einem Asperger-Autis­ten, hat die 'Wildeshauser Familie Marion und Jörg Witt­rock mit der Kreisverwaltung einen Vergleich geschlossen. Das bestätigte der Rechtsbei­stand des Kindes, der Fachan­walt Alfred Kroll, gestern auf NWZ -Anfrage. Bei einem Ter­min vor dem Sozialgericht Ol­denburg wegen zahlreicher Eilverfahren habe der Kreis zugesagt, die Anfang März eingestellten Zahlungen wie­der aufzunehmen. Außerdem gewähre das Sozialamt nun 20 Stunden pro Woche eine Begleitung für Adrian. Bislang seien nur zehn Stunden aner­kannt worden. Erstmals habe sich der Kreis zu einem Hilfe­plangespräch verpflichtet, bei dem alle beteiligten sachkun­digen Personen gehört wer­den. Kroll sprach von einem ,,Meilenstein". Im Gegenzug habe die Familie zugesagt, dass Fachleute des Kreises Adrian während des Schulun­terrichts beobachten dürfen.